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Energie sparen und Klimaziele erreichen im sozialen Wohnungsbau

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schelmengraben2Unser Kunde, das Ingenieurbüro Trauth & Jacobs aus Kallstadt, entwickelt Sanierungskonzept für Kommunen, das soziale Verträglichkeit und Umweltbewusstsein kombiniert.

Städte und Gemeinden stehen in den kommenden zehn Jahren vor der schweren Aufgabe, zwei große und auf den ersten Blick sich gegenseitig ausschließende Herausforderungen vereinbaren zu müssen. Einerseits steigt dem demografischen Wandel zum trotz die Zahl der benötigten Wohnungen. Ursache dafür ist der gestiegene Bedarf an Ein-Personen-Haushalten und altersgerechtem Wohnungsbau.

Andererseits sind Klimaziele einzuhalten. Wird durchschnittlich pro Person mehr Lebensraum benötigt, bedeutet dies auch eine größere Umweltbelastung durch mehr CO2-Ausstoß. Und genau hier kollidiert der Wohnungsbau als Kostenfaktor und Energieschleuder mit den deutschen Klimazielen. Denn bis 2020 soll der CO2-Ausstoß im Gebäudebestand um mindestens 40 Prozent reduziert, bis 2050 sogar auf Null zurückgeführt werden. Umfassende energetische Sanierungen von gemeindeeigenen Wohnungen werden also in den kommenden Jahren zu einer weiteren belastenden Kostenstelle in den Haushalten. Investitionen sind nötig. Die dürfen aber nicht auf dem Rücken der Mieter getätigt werden.

Die Trauth & Jacobs Ingenieurgesellschaft für Datentechnik und Automatisierung mbH aus Kallstadt setzt an dieser Stelle mit einem Energiekonzept an, das Gemeinden eine Lösung zeigt, mit der sich energetische Sanierungen klug und umsichtig verwirklichen lassen, ohne dass Mieten erhöht werden müssen. „Unser Konzept ist direkt auf den sozialen Wohnungsbau ausgerichtet“, erklärt Geschäftsführer Hermann-Josef Jacobs. „Sozialwohnungen sind in der Regel noch in Hand der Gemeinden, denen wir nun eine nachhaltige Möglichkeit bieten, ihrer Verpflichtung gegenüber den Bewohnern nachzukommen, gleichzeitig die Klimaziele zu erfüllen und damit einhergehend das positive Image der Kommune zu stärken.“

Das Sanierungskonzept von Jürgen Trauth und Hermann-Josef Jacobs macht sich den hohen Gesamtwirkungsgrad von Blockheizkraftwerken (BHKWs) zu nutze. Blockheizkraftwerke setzen das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ein. Die erzeugte Wärme und möglichst auch der Strom werden direkt vor Ort verbraucht, überschüssige Nutzwärme und Strom in nahe gelegene Netze eingespeist. Das von Trauth & Jacobs entwickelte Konzept koppelt die Standorte des sozialen Wohnungsbaus energetisch an produzierende Betriebe oder Discount Märkte im Umkreis von bis zu zwei Kilometern.

Die Ingenieure bebildern ihr Sanierungskonzept am Beispiel eines Hochhauses aus dem Jahr 1974 mit zwölf Stockwerken und 60 Wohneinheiten – ein fiktives Projekt mit zukunftweisenden Maßnahmen: Der in dem Hochhaus installierte Ölbrenner wird durch ein BHKW ersetzt mit einer elektrischen Leistung von 140 Kilowatt und einer thermischen Leistung von 216 Kilowatt. Die Ingenieure gehen bei ihren Berechnungen von einem Volllastbetrieb über 7.000 Stunden im Jahr aus. Angetrieben wird das Heizkraftwerk durch einen Gasmotor. Das benötigte Bioerdgas wird aus dem vorhandenen Erdgasnetz bezogen, in das in gleichen Verbrauchsmengen aufbereitetes Biogas als Bioerdgas von einer Biogasanlage eingespeist wird. Das Erdgasnetz bewerkstelligt nur den Transport des erzeugten Bioerdgases, in der exakten Menge, die den Bedarf des Hochhauses deckt. Die thermische Leistung des Blockheizkraftwerkes wird genutzt um die Wohnräume zu heizen und Warmwasser zu erzeugen. Die elektrische Energie wird nach dem Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG) für Strom aus Biogasanlagen verkauft und vergütet. „In den warmen Sommermonaten“, so erklärt Hermann-Josef Jacobs, „kann die Wärme, die von den Mietern nicht benötigt wird, etwa zur Hackschnitzeltrocknung in holzverarbeitenden Betrieben oder zur permanenten Kühlung in Discountmärkten abgeleitet werden.“

Die Kosten, die beim Bezug von Primärenergie gegenüber der ursprünglichen Heizanlage gespart werden, sowie die Einkünfte durch den Verkauf von Strom und Wärme, werden genutzt, um die Gebäudesanierung zu finanzieren. Durch den Einsatz von Bioerdgas und den hohen Anteil an Energie aus der Kraft-Wärme-Kopplung, werden die besten Voraussetzungen für zinsgünstige Kredite aus dem Gebäudesanierungskonzept der KfW geschaffen. Mit rund 160.000 Euro, so rechnen Trauth & Jacobs vor, soll sich das Beispielprojekt finanzieren lassen. „Im Volllastbetrieb hat sich die Gesamtinvestition binnen sieben Jahren komplett amortisiert und die Kommune kann vorbildlich energetisch sanierten sozialen Wohnungsbau vorzeigen, in dem durch den Einsatz von Bioerdgas CO2-neutral Strom und Wärme erzeugt werden und die Mieten durchgängig sozialverträglich und stabil geblieben sind.“

 

Die Trauth & Jacobs Ingenieurgesellschaft für Datentechnik und Automatisierung mbH wurde 1987 von den beiden Ingenieuren Jürgen Trauth und Hermann-Josef Jacobs gegründet. Seit 1999 sitzt das Unternehmen in Kallstadt an der Weinstraße. Trauth & Jacobs realisieren Projekte in den Bereichen Mess-, Steuer-, Regel-, Prozessleit-, Fernwirk-, Elektrotechnik und Automatisierung. Schwerpunkte des Unternehmens sind Energieeffizienz, Abwassertechnik, Wasserversorgung, Energieversorgung und Abfallwirtschaft. Hierfür bieten die Ingenieure ganzheitliche durchgängig betreute Lösungen an.

Weitere Informationen: Trauth & Jacobs Ingenieurgesellschaft für Datentechnik und Automatisierung mbH, Freinsheimer Strasse 69A, 67169 Kallstadt Tel.: (0 63 22) 65 02 76 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.trauth-jacobs.de