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Gründerportrait Sabine Kronenberger-Schmidt

am .

Das Amt für Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Wiesbaden stellt jeden Monat beispielhaft zwei Unternehmen vor, die über ihre Intention zur Gründung, ihren Weg dorthin sowie ihre größten Herausforderungen berichten. ÖFORMA Ökologie for Marketing


Juni 2011 
Sabine Kronenberger-Schmidt | © wiesbaden.de

Unternehmen:
ÖFORMA Ökologie for Marketing
Gründerin:
Sabine Kronenberger-Schmidt
Gründungsdatum:
29. April 2010
Branche und Unternehmen:
ÖFORMA Ökologie for Marketing ist als Unternehmensberatung und Marketingagentur auf ökologische Themen spezialisiert und bietet Eventmanagement und Öffentlichkeitsarbeit.
Motto:
"Ökologisches und verantwortungsbewusstes Entscheiden sichert Wettbewerbsvorteile."






Interview mit der Gründerin Sabine Kronenberger-Schmidt

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
ÖFORMA bietet eine Schnittstelle von betrieblicher Umweltleistung zur Marketingkommunikation.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Die Organisation und Durchführung von zwei großen Informationsveranstaltungen für "Rhein/Main: VOLL ERNEUERBAR“. Ziel war es, Unternehmer, Politiker und Bürger im Dialog um die lokale Energiewende zu vereinen. Im Fokus stand zunächst die Sensibilisierung für regenerative Energien allgemein. Windenergie war das zentrale Thema der Folgeveranstaltung. Hier wurden mögliche Windkraftprojekte der Landeshauptstadt Wiesbaden beleuchtet. Insgesamt haben zehn Referenten und 400 Gäste unsere Veranstaltungen als Plattform zum Informationsaustausch genutzt, 13 Unternehmen präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Für unsere Kommunikation haben wir die klassische Printwerbung eingesetzt, persönliche Einladungen über E-Mail verschickt und mit Anzeigen sowie einem Videospot über die Socialmedia-Kanäle auf uns aufmerksam gemacht. Auftraggeber waren die teilnehmenden Unternehmen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau und einigen Jahren Berufspraxis, habe ich berufsbegleitend Marketing-Kommunikation studiert. Danach war ich für IBM Deutschland im Direkt- und Eventmarketing für mittelständische Unternehmen tätig. Während der Elternzeit habe ich diese Tätigkeit aufgegeben und freiberuflich für IBM-Geschäftspartner Marketingkonzepte entwickelt. Darauf folgte die Koordination des Kundentrainingscenters bei Yaskawa-Motoman, einem weltweit agierenden, japanischen Unternehmen der Industrieautomation.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich suchte nach meinem persönlichen Konzept, das einerseits Zukunft haben, andererseits unbedingt mit meiner inneren Einstellung kompatibel sein sollte: Ökomarketing. Ich habe mich zu einer Ausbildung als interner Auditor sowie Umweltmanagementbeauftragte für EMAS und ISO 14001 entschlossen und im Anschluss daran ÖFORMA gegründet.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Zunächst möchte ich hier Exina als Existenzgründerschmiede nennen, mit kompetenten Beratern und Referenten und hervorragendem Coaching für Gründer. Wichtig war für mich gerade während der ersten Monate die Gründergemeinschaft des Startblocks. Unmittelbare Gespräche und der direkte Erfahrungsaustausch sind ungeheuer wichtig und kostbar. Ebenso sind die Zusammenkünfte über Impuls, das Jungunternehmer-Treffen der Industrie- und Handelskammer, immer eine Bereicherung. Sehr wichtige Impulsgeber waren und sind auch weiterhin Alfred Korte und seine Kollegen von den Wirtschaftspaten, die allesamt in ehrenamtlicher Leistung und voll Leidenschaft ihr Know-how vermitteln.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Nun, es war ein Aufbruch. Ein Businessplan ist eben nur ein Plan ist und keine Garantie. Dass ein Plan Unerwartetes erst einmal nicht beinhaltet, dann aber flexible Lösungen erfordert - und in Unerwartetem selbst können auch Lösungen stecken.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die Gründung an sich ist die Herausforderung. Prioritäten setzen. Zeitfallen erkennen und beseitigen. Aufbrechen, nachjustieren, durchhalten - Etappenziele erreichen und darauf stolz sein - weitermachen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Ich befinde mich in gewisser Weise noch in der Testphase. Bislang habe ich mich häufig der Socialmedia-Kanäle bedient. Netzwerke halte ich für sehr wichtig, das heißt, konsequent persönliche Kontakte aufbauen. Über die nächsten Wochen werde ich telefonisch potentielle Kunden ansprechen mit einem konkreten Angebot: Energieeffizienzberatung durch einen Kooperationspartner, die ökologische Ausrichtung und Umsetzung der Einsparpotenziale über individuell ermittelte Maßnahmen, damit verbunden sind dann maßgeschneiderte Marketingkommunikation zur Sicherung der Marktposition.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich möchte einmal sagen können, dass ich dazu beigetragen habe, das Bewusstsein unserer Gesellschaft für den respektvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen zu schärfen und sinnvolle nachhaltige Projekte begleitet zu haben.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... wahrscheinlich mehr arbeiten. Aber danach würde ich mich auf eine längere Wandertour begeben.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Eins nach dem anderen tun, Stress vermeiden, die Gemeinschaft und den Erfahrungsaustausch mit anderen Gründern suchen, aber vor allem „alte Hasen“ konsultieren.

Veröffentlichung auf wiesbaden.de