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Bestände der Arnika in Hessen sehr bedroht

Geschrieben von skr am .

20150205 hsgeisenheim Artenschutzkonzept für Arnika Arnica GreinerUrsachen dafür werden jetzt an der Hochschule Geisenheim erforscht.
Die Heilpflanze Arnika (Arnica montana) steht im Fokus eines neuen Verbund-Projektes, bei dem die Hochschule Geisenheim als Forschungspartner mit dem Marburger Botanischen Garten und dem Fachbereich Biologie der Universität Marburg zusammenarbeitet.
Die aktive Einbindung der lokalen Akteure in das Projekt ist dabei von großer Bedeutung. Nur so kann die Pflege der Arnikabestände über die Projektlaufzeit hinaus sichergestellt werden. Durch vielfältige Bildungsangebote in den Projektregionen und im Botanischen Garten – in dem demnächst eine Ausstellung zum Projekt entsteht - soll das Verantwortungsbewusstsein für den Schutz und den Erhalt der Arnika und darüber hinaus auch für die Biodiversität ganz allgemein im öffentlichen Bewusstsein verankert werden.

„Arnika-Bestände, die in Heiden und Magerrasen zu finden sind, sind in den Tieflagen Deutschlands dramatisch zurückgegangen“, konstatiert Prof. Dr. Ilona Leyer, Professorin für Pflanzenökoogie und Naturschutz an der Hochschule Geisenheim. Zur Erhaltung des derzeitigen Bestands fehlen bisher noch Informationen zu den Ursachen sowie geeigneten Erhaltungmaßnahmen.

Dr. Andreas Titze, Direktor des Botanischen Gartens der Universität Marburg und Projektkoordinator, führt aus: “Auf der Basis der Ergebnisse werden wir passgenaue Maßnahmen zur Regeneration der Arnika-Bestände im Modellgebiet Hessen umsetzen, evaluieren und auf ihre generelle Übertragbarkeit hin überprüfen“.

Dr. Sascha Liepelt aus der Arbeitsgruppe Naturschutzbiologie der Universität Marburg liefert mit der Entwicklung eines genetischen Monitoring-Systems wichtige Grundlagen für die Analyse der populationsgenetischen Gefährdungsursachen.

Mit einer Fördersumme von insgesamt über 1,3 Millionen Euro startet das Verbund-Vorhaben mit dem Titel „Übertragbares Managementkonzept für Arnica montana“.
Es ist eine Initiative vom Bundesumweltministerium und Bundesforschungsministerium zur Förderung der "Forschung zur Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie" (F&U NBS).

Weitere Informationen:
Ansprechpartner: Prof. Dr. Ilona Leyer
AG Pflanzenökologie und Naturschutz
Institut für Botanik
Hochschule Geisenheim
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