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Radfahren wie Gott in Frankreich

Geschrieben von skr am .

Radtour Berlou-Vieussan-Roquebrun-Berlou Orb 2Südfrankreich - SternRadtouren | Französische Lebensart genießen – Naturpark Haut Languedoc erfahren – wohnen im Weindorf Berlou

Radeln entlang des Flusses Orb und durch die Weinregion St. Chinian/Berlou, auf einsamen Wegen und Sträßchen ohne hektischen Autoverkehr - mit Wasserkaskaden, die sich den Weg ins Tal suchen, verborgenen Badeplätzen, dem Duft des Maquis, Hängen mit stummelkurzen, fruchtbaren Weinstöcken, am Horizont die südlichen Ausläufer des Massif Central und allerorten Gelegenheiten regionale Köstlichkeiten zu genießen.

Im Naturpark Haut Languedoc liegt das kleine mittelalterliche Dorf Berlou und lädt Radfahrer und Naturhungrige ein zum Aktivurlaub für alle Sinne.
Rund um Berlou haben wir fünf Touren beschrieben, die Sie durch eine touristisch noch weitgehend unberührte und zauberhafte Landschaft führen. Genießen Sie dieses Kleinod mit Bedacht und Respekt und erholen Sie sich gut. 

Sie wohnen im authentisch restaurierten Dorfhaus (bis 6 Personen) mit zugehörigem Garten am Flüsschen Berlou, das dem Dorf seinen Namen gibt. Mehr Information für einen Natur- und Wein-Urlaub im Languedoc

Buchen :: http://bit.ly/11UK7ik

 

Die Radtouren

  • Berlou – La Treille – Col de Banquets – Col de Rodomoulus – St. Pons de Thomieres- Olargues – Mons La Trivalle – Vieussan – Berlou, ca 70 Kilometer

Radtour Col Banquets 3

Man verlässt Berlou über die kleine Straße Richtung La Treille. Zuerst folgt man dem kleinen Flüsschen Berlou, bis die Straße nach La Treille steiler wird und in die Berge abbiegt. Man folgt dieser Single Track Road durch beinahe unberührte Natur, kommt durch La Treille, dort gibt es ein kleines Hotel an dem man eine kleine Pause machen kann. Es hat aber nicht immer geöffnet. Weiter rollt man entspannt abwärts bis zur Kreuzung Richtung Ferriers.
Ferriers bleibt rechts liegen, geradeaus fährt man über die Kreuzung nach Pousselieres, um möglichst viel der großen D612 zu meiden. Bis Pousselieres windet sich die Straße einsam durch die unberührte Natur des Naturparks Haute Languedoc. Manchmal glaubt man, nicht mehr in der Zivilisation zu sein. Ist man Tourenradfahrer muss man leider die D12 Richtung St. Pons nehmen. Mountainbiker können eine Route über Euzedes wählen, jedoch ist Vorsicht geboten: Ein Forstweg mit all seinen Tücken - aber wunderschön.
Die Abfahrt über die D612 ist steil und schnell - Augen zu und durch. In St. Pons auf dem Marktplatz genehmigt man sich einen kleinen Pastis, besonders toll wenn mittwochs Markt ist. Ihr Rucksack wird platzen von all den leckeren Käse- und Honigsorten, Knoblauch und Kostproben der regionalen Produkte.
Markttag am Mittwoch in St. Pons ist ein absolutes Muss!

An den wieder aktivierten Marmorsteinbrüchen vorbei geht es auf der ehemaligen Bahnlinie Richtung Olargues. Die ehemalige Bahntrasse ist speziell für Radfahrer und Wanderer umgebaut, teilweise asphaltiert, teilweise mit festem Feinschotter belegt, ist meistens eben, führt durch Tunnels, über alte Stahlbrücken im Tal der Jaure bis nach Olargues. Wer genau hinsieht findet immer wieder Möglichkeiten, um für eine kurze Badepause an den Fluss zu kommen.

Olargues ist eine der schönsten mittelalterlichen Städte Frankreichs. Die bezaubernde Altstadt muss man unbedingt zu Fuß erkunden und sogleich befindet man sich auf einer Zeitreise in vergangene Jahrhunderte. Wenn jetzt Zeit zum Essen ist, wird man im „Fleur d´Olargues“ mit köstlichen Speisen verwöhnt. Nur eine kleine Karte - aber délicieuse! Von der Restaurant-Terrasse genießt man den Blick auf den „Pont de Diable“, die Teufelsbrücke und die Altstadtkulisse von Olargues. Hiernach werden Sie nur schweren Herzens die Weiterfahrt aufnehmen.

Sie verlassen Olargues über die Piste Verte und bestaunen den Pont Eiffel, die frisch restaurierte Brücke, erbaut von Gustave Eiffel, der übrigens aus dem deutschen Rheinland stammt. Er änderte nach der Einwanderung seinen Geburtsnamen Bönickhausen in Eiffel als Referenz seiner Herkunft. In Mons La Trivalle besuchen Sie den Gorge de Heric. In der Hauptsaison nur zu Fuß erlaubt, in der Nebensaison auch mit dem Rad bis ans Ende befahrbar. Kleine Kaskaden wechseln mit Wildwasserstellen, es gibt jede Menge Plätze, an denen man ungestört baden kann. Auch in der Hauptsaison ist es überwiegend einsam im oberen Teil des Gorges.
Über die Brücke von Tarrassac fährt man ins Orbtal, die Straße wird schmal und kurvig, auch hier kann man immer wieder an den Fluss hinabsteigen und sich eine Pause gönnen. Vor der letzten Etappe von Vieussan nach Berlou würde ich noch einmal im "Lezard Bleu" an der Brücke von Viessan einkehren. Nach einem steilen Aufstieg ist man bald wieder in den Weinbergen der Region St. Chinian/Berlou.

Karte :: http://goo.gl/maps/pMmbr

 


  • Berlou – Roquebrun- Plassenous - Poujol sur Orb – Faugeres – Cabrerolles – St. Nazaire – Roquebrun – Berlou, ca. 85 Kilometer

Radtouren Berlou Roquebrun- Plassenous - Poujol sur Orb 4 bearbeitetWer viel ungestörte Natur des Naturparks erfahren will, kann von Berlou durch die Weinberge Richtung Rouquebrun radeln. Es ist eine kleine Straße, die hauptsächlich von landwirtschaftlichem Verkehr genutzt wird. Man passiert ein schönes gemauertes Brunnenhäuschen. Dort wo man nahe an der Berlou vorbei kommt, gibt es eine Brücke, unter der eine schöne kleine Kaskade zum Baden einlädt.

Rouquebrun mit seinem großen Strand und den Cafes fordert als nächstes zum Verweilen auf. Richtung Viessan folgt man der Orb durch die Weinberge, wird immer wieder belohnt mit schönen Perspektiven auf den Fluss.
Direkt am höchsten Punkt mit grandioser Perspektive in die Schlucht biegt man rechts ab in die Berge Richtung Plassenous. Eine steile kurvige Straße führt durch die einsamen Berge in die Höhe.
Oben angekommen hat man einen herrlichen Ausblick auf das Orbtal. Bis zum Fluss lässt man sich über die kurvige Straße nach unten rollen, genießt dabei die Natur und die Ruhe. Am Fluss angekommen bleibt man auf der linken Flussseite bis zur D 909.

Wen es nun zum Kaffee lockt, der kann auf Höhe von Lamalou le Bains den Fluss überqueren, um dort in einem der Cafés und Restaurants eine Pause zu machen.
Kurz vor Faugeres liegt auf der rechten Straßenseite die Cooperative von Faugeres, in der man den sich durch das Weinangebot probieren kann und eine große Palette regionaler Produkte verlockt einen den Rucksack zu füllen.
Nach einem kurzen Abstecher in die kleine Altstadt von Faugeres verlässt man wieder die stärker befahrene Hauptstraße Richtung Caussinojuols. Ab dem ehemaligen Bahnhof von Faugeres wird es wieder einsam, man radelt durch eine wunderschöne Naturlandschaft und genießt Stille und Einsamkeit. Über Cabrerolles erreicht man St. Nazaire. Das dortige Café hat leider geschlossen.

Auf dem Weg nach Roquebrun kommt man wieder an die Orb zurück und kann dort wiederum schöne Badestellen für eine kleine Erfrischung finden. Als letzte Station des Tages empfiehlt sich eines der Restaurants in Roquebrun auszuwählen, um dann gesättigt und gemütlich die letzten 15 Kilometer durch die Abendsonne über die Weinberge zurück nach Berlou rollen.

Karte :: http://goo.gl/maps/wpgrc

  


  

  • Lac de saut de Vezole :: Olargues – Col Fontfroide – Fraisse sur Agout – Lac de saut de Vezole – Riols – Olargues, ca. 55 Kilometer

Radtour Berlou-lac de saut de Vezole 5

Startpunkt ist das wunderschöne mittelalterliche Olargues. Man sollte es auf alle Fälle nach der Tour zu Fuß erkunden.

Zuerst geht es 12 Kilometer steil bergauf in die Berge des Regionalparks Haute Languedoc. Immer wieder wird man durch atemberaubende Panoramen für die Strapazen belohnt. Der schönste Blick bis zum Mittelmeer bietet sich einem nach ca. 10 Kilometer. 

Nach dem Pass öffnet sich die Weite der Hochebene. Bis Fraisse sur Agout fällt die Straße kontinuierlich ab. In Fraisse sur Agout lädt ein kleines Lokal direkt an der Agout zum Verweilen ein. Ein weiterer Anstieg Richtung St. Pons de Thomieres führt auf das fast 1000 Meter hohe Plateau des Lac Saut de Vezoles. Direkt an der Staumauer gibt es einen Badestrand. Wer die Ruhe möchte, nimmt den Feldweg nach der Staumauer und sucht sich entlang des Sees eine einsame Stelle. Vorsicht Sonnenbrand! Auf 1000 Meter brennt die Sonne enorm und ein ständiger leichter Wind, der die Haut kühlt, lässt einen nicht an Sonnenbrand denken.

Die Abfahrt ins Jaure-Tal geht erst ein Stück die Route National Richtung St. Pons de Thomieres hinunter. Dann nach ca. 2 Kilometer die Abzweigung nach Riols nehmen. Die Abfahrt nach St. Pons ist schnell – also aufpassen und nicht vorbei sausen.
Sollten Sie doch den Abzweig verpasst haben – pas de problem! - dann einfach weiter nach St. Pons, hier auf dem Marktplatz einen kleinen Pastis trinken und danach die Piste Verte nach Olargues wählen. Mittwochs ist übrigens Markt in St. Pons (weiter oben schon erwähnt) mit allen regionalen Spezialitäten und Köstlichkeiten der Region, sehr empfehlenswert!

Die kleine Straße nach Riols ist für Radler entspannter und führt erst durch den Wald, dann in Serpentinen durch eine wildschöne Landschaft ins Tal. Kaum Autos und falls Ihnen doch mal eines begegnet, fährt es sicher sehr langsam, da es sich hier um eine kleine französische 1,5 Autos breite Straße handelt. Auf der „Piste Verte“ radelt man dann ganz entspannt zurück nach Olargues. Die „Piste Verte“ ist eine ehemalige Eisenbahntrasse, die mit feinem fest gewalzten Schotter in eine ideale Fahrradpiste umgewandelt wurde. Ohne Autoverkehr verläuft sie mal parallel zur Straße, mal den Fluss entlang über alte Brücken und Tunnels nach Olargues. Im „Fleur d´Olargues“, einem romantisch gelegenen Restaurant an der Pont Diable in Olargues, lässt man sich schließlich mit französischen Gaumenfreuden verwöhnen.

Karte :: http://goo.gl/maps/Xr9Bu

 


 

  • Lac du Salagou :: Salasc - Clermont Herault – Celles – Octon – Salasc, ca. 53 km

Lac SalagouStartpunkt der Tour ist Salasc oberhalb des Stausees. Von dort fährt man über eine kleine Straße durch wundervolle, wilde Felsformationen zum Cirque de Moureze, einer einzigartigen Landschaft.
Tipp: Das Rad stehen lassen und sich dem Naturerlebnis hingeben. 

Durch eine einsame Hügellandschaft geht es weiter in Richtung Clermont Herault. Ab und zu bietet sich ein schöner Blick auf den See. Am Markttag lohnt sich ein Abstecher nach Clermont Herault auf alle Fälle, aber auch sonst kann man im Zentrum in schönen Cafés im Schatten herrlich entspannen. Der Mountainbiker kann von dort die wirklich kleine Straße über die Staustufe zum Nordufer des Sees wählen. An der Kirche Notre Dame de Clans vorbei nach Celles. Am Nordufer ändert sich die Landschaft in eine rotbraune Hügellandschaft die absolut sehenswert ist.
Mit einem Tourenrad fährt sich die Route du Lac über Liausson am Südufer des Sees gut. Am Camping Les Arcades vorbei nach Celles. Es ist ein Ruinendorf das eigentlich, nach (Fehl-)Berechnung der Ingenieure mit der Flutung des Sees hätte untergehen sollen. Inzwischen hat sich dort eine kleine alternative Gemeinde etabliert. Wunderschön sind die kleinen Konzerte, die dort immer wieder vor der malerischen Kulisse des Sees stattfinden. Über Octon am Nordrand des Kessels durch die roten Hügel zum Restaurant La Palombe. Richtung Bedarieux über Brenas zum Col de Merciere, weiter über Carlencas et Levas und zurück Richtung Salasc. Dort gibt es zwei passable Restaurants in denen man die Eindrücke dieser ganz besonderen Natur im Salagou Kessel bei einem Glas Rosé Revue passieren lassen kann.

Karte :: http://goo.gl/maps/1F5J2

 


 

  • Berlou-Vieussan-Roquebrun-Berlou, ca. 27km

Radtour Berlou-Vieussan-Roquebrun-BerlouSie verlassen Berlou in Richtung Vieussan. Auf einer wundervollen kleinen Straße mit wenig Pkw-Verkehr fahren Sie in die Berge oberhalb der Orb Schlucht. Moderate Steigungen und Gefällstrecken führen durch das berühmte Weinanbaugebiet Berlou/St. Chinian bis kurz vor Vieussan. Dort fällt die Straße steil ab ins Orbtal. In Vieussan an der Brücke gibt es eine schöne Badestelle und für Erfrischung in der Pause sorgt das kleine Café „Lezard Bleu“.
Richtung Roquebrun fährt man parallel zum Fluss, mit einer leichten Steigung bis die Straße wieder abfällt und man bis Roquebrun mit wenig Kraftanstrengung rollen kann. Am Strand entspannt man bei herrlicher Sicht auf die mittelalterliche Stadt. Es gibt diverse Cafés und Restaurants. Direkt nach Roquebrun geht es steil den Berg hinauf, nach dem Aussichtspunkt ebenso steil bergab, bis man in einer Haarnadelkurve wieder Richtung Berlou abbiegt. Die kleine Straße wird maximal von landwirtschaftlichem Verkehr genutzt, führt an einer kleinen Cascade vorbei, die zu einem Badestopp einlädt. Durch die Hügellandschaft der Weinberge erreicht man schließlich wieder Berlou.

Karte :: http://bit.ly/16iLKm1